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Geschäftschancen für britische Unternehmen in NRW

Das britische Referendum für den Brexit stellt viele Unternehmen vor die Herausforderung, ihre Europastrategien zu überdenken. Im Rahmen eines Investorenseminars stellte NRW.INVEST Mitte Juni in London die Vorteile des Standorts NRW vor.

Rund 70 Vertreter investitionsinteressierter britischer Firmen und Multiplikatoren fanden sich bei der von der Deutsch-Britischen Industrie- und Handelskammer organisierten Veranstaltung ein. Gemeinsam mit der Wirtschaftsförderung Düsseldorf, der internationalen Anwaltskanzlei Herbert Smith Freehills, der Personalberatung Fischer HRM und der Landesbank Helaba beleuchtete NRW.INVEST das Thema „Opportunities and Challenges of Doing Business in NRW“ und die wichtigsten Faktoren rund um eine Standortverlagerung. Insbesondere die Themenfelder Personal-Recruiting, das Bankenwesen, rechtliche und steuerliche Rahmenbedingungen sowie kulturelle Unterschiede zwischen Deutschland und Großbritannien standen im Fokus des Programms und wurden mit Blick auf den Wirtschaftsstandort NRW erörtert. „Wir möchten im Austausch mit den Unternehmen die Entwicklung beobachten, unseren Service zur Verfügung stellen und an Lösungen arbeiten", so Michael Kordus, Bereichsleiter für Westeuropa bei NRW.INVEST.

Die Verbindungen zwischen Großbritannien und NRW sind historisch bedingt sehr tief. Innerhalb Deutschlands ist das ursprünglich von der britischen Militärregierung gegründete Bundesland der wichtigste Handelspartner für die Briten. Mehr als 1.500 britische Unternehmen ließen sich bereits mit ihren Deutschland- oder Europazentralen in NRW nieder.

Mit Blick auf den Brexit könnte die Zahl der internationalen Unternehmen in NRW noch deutlich ansteigen: Laut einer Umfrage von Ernst & Young Anfang des Jahres plant jede siebte in Großbritannien aktive Firma, Geschäftsbereiche aus dem Land auszulagern – 54 Prozent nennen Deutschland als bevorzugtes Ziel außerhalb Großbritanniens.

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