In Münster erzielten Forschende einen wichtigen Fortschritt für eine Batteriezellherstellung „made in Europe“. In der Fraunhofer Forschungsfertigung Batteriezelle (FFB) stellte ein Projektteam erstmals eine elektrisch funktionsfähige Lithium-Ionen-Zelle in einer vollständig europäischen Prozesskette her. Die Konstruktion erfolgte in der FFB PreFab, der ersten Ausbaustufe der Großforschungsanlage, die 2024 in Betrieb ging.
Als offene Forschungsplattform ermöglicht die PreFab Unternehmen und Forschungseinrichtungen, eigene Materialien, Prozesse und Anlagenmodule zu testen und in eine in sich geschlossene Batteriezellproduktion zu integrieren. Die Einrichtung ist Teil der deutschen Hightech-Agenda. Diese treibt die Entwicklung wettbewerbsfähiger Schlüsseltechnologien voran und erweitert die europäische Fertigungskompetenz für Batteriezellen. Der zweite aktuell laufende Bauabschnitt, die FFB Fab, ergänzt die bestehende Infrastruktur ab Ende 2027 um rund 20.000 Quadratmeter Produktions- und Forschungsflächen. Sie ermöglicht dann industrienahe Produktionsforschung im Gigafactory-Maßstab.
Die FFB Fab soll Unternehmen und Forschungseinrichtungen dabei unterstützen, Ergebnisse schneller in die Serienproduktion zu überführen. Dazu gehören Materialhandling, Prozessintegration, Qualitätskontrolle und Digitalisierung. NRW-Wirtschafts- und Klimaschutzministerin Mona Neubaur bezeichnete den Schritt als „Meilenstein für NRW als Standort einer starken europäischen Batteriewertschöpfung“. Ziel des europäischen Netzwerks ist der Aufbau einer Batterieproduktion mit Kreislaufwirtschaft bis 2035.
Batteriezellproduktion „made in Europe“ startet in Münster

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