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NRW.INVEST im Gespräch mit … Georg K. Löer, Präsident der NRW Japan K.K. in Tokio

1992 wurde die NRW Japan K.K. als erstes ausländisches Tochterunternehmen von NRW.INVEST in Tokyo gegründet. Georg K. Löer schildert im Interview, welche Argumente für den Wirtschaftsstandort NRW sprechen und welche wirtschaftlichen Themen japanische Unternehmen aktuell beschäftigen.

  • Herr Löer, was ist Ihr stärkstes Argument, um NRW als Standort zu bewerben?

Nordrhein-Westfalen (NRW) ist bundesweit Spitze bei den ausländischen Direktinvestitionen, in vielen Wirtschaftsleistungen und in der Marktbreite. Kein Bundesland bietet diese Vielfalt von Unternehmen über alle Bereiche der Industrie und Dienstleistungen. In der Digitalisierung und bei Industrie 4.0 ist NRW mit seinen großen DAX-Unternehmen und seinen "Hidden Champions" Weltspitze. Vor allem wissen aber internationale Unternehmen zu schätzen, dass sie in NRW mitten im deutschen und europäischen Markt sind. 

  • Was macht NRW besonders attraktiv für Investoren an Ihrem Standort?

NRW ist der Business Hub Nr. 1 für japanische Unternehmen in Deutschland und Kontinentaleuropa. Sie schätzen die ausgezeichnete Infrastruktur, die sie für ihr Business und ihre Community hier vorfinden. Japanische Unternehmen bieten technisch anspruchsvolle und hochwertige Waren und Dienstleistungen über eine große Bandbreite von Wirtschaftszweigen. Sie finden hier ihren Absatzmarkt und ihre Partner für Forschung und Entwicklung auf Weltniveau, um gemeinsam "Success Stories" zu schreiben.

  • Welches wirtschaftliche Thema beschäftigt die Unternehmen an Ihrem Standort derzeit besonders?

Die wachsende Unsicherheit durch Handelsbarrieren und -hemmnisse, sei es in Form von Strafzöllen und regionalen oder globalen Alleingängen, bereiten den japanischen Unternehmen Kopfschmerzen. Wie die deutschen Unternehmen sind sie auf den offenen Zugang zu Märkten und eine Arbeitsteilung im Geiste einer guten und fairen Kooperation angewiesen. Dem raschen demographischen und technologischen Wandel ist nur mit einer stärkeren Internationalisierung der japanischen Wirtschaft zu begegnen.

  • Was verbindet Sie persönlich mit NRW?

Ich stamme aus Westfalen, dem Herzen Nordrhein-Westfalens. Im Rheinland (Bonn) und Ostwestfalen (Büren) zur Schule gegangen, habe ich sehr früh das Land zwischen Rhein, Ruhr und Lippe kennengelernt. Obwohl ich in vielen anderen Städten und Regionen Deutschlands und im Ausland gelebt, gearbeitet und studiert habe, fühle ich mich meiner Heimatregion verbunden. Der Blick von der Haar in die Soester Börde erfüllt mich immer mit Freude und Stolz auf die Menschen und das Land.

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