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Flagge der Ukraine

Ukraine-Krieg

Informationen und Unterstützungsangebote

Auf dieser Seite haben wir Informationen und Unterstützungsangebote für betroffene NRW-Unternehmen mit Geschäftsverbindungen nach Russland und Ukraine gebündelt, die von den Auswirkungen des Ukraine-Kriegs betroffen sind. Wir ergänzen und aktualisieren diese Informationen fortlaufend. 

Zur Koordination der Unterstützungsangebote aus NRW sowie weiterer wirtschaftsbezogener Fragen zur Ukraine haben wir folgende Mailadresse eingerichtet: ▶️ ukraine@nrwglobalbusiness.com

 

Die Sanktionsmaßnahmen gegen Russland im Zuge dessen Angriffs auf die Ukraine stellen Unternehmen mit Russland- und Ukrainegeschäft vor große Herausforderungen: Lieferketten und Transportwege sind unterbrochen, der Zahlungsverkehr gestört. 

Das BAFA ist die zentrale Auskunftstelle zu allen Exportbeschränkungen und hat u.a. eine Hotline eingerichtet: Tel. 06196 9081237.
Bei Fragen zu einem beabsichtigten Ausfuhrvorhaben, zu Empfängern in Russland oder Belarus oder zur Einstufung von Gütern nutzen Unternehmen bitte das Formular „Sonstige Anfrage“ im BAFA ELAN-K2 Ausfuhr-System. Bei rechtlichen Grundsatzfragen senden Sie bitte eine E-Mail an: ru-embargo@bafa.bund.de. Weitere Informationen zu Russland finden Sie hier

Weitere Informationen werden regelmäßig auf der Homepage des BAFA veröffentlicht.

Ratsuchende deutsche Unternehmen und andere Interessenten können sich an die eingerichtete DIHK Task Force (Koordinierung IHKs und AHK-Netzwerk) wenden:

 

Die AHK bzw. Delegationen in Russland stehen weiter für Fragen zur Verfügung. Es wurde eine Krisenhotline eingerichtet.

Weiterführende Informationen der AHK:

Die Bundesregierung hat die Übernahme von Exportkreditgarantien und Investitionsgarantien des Bundes für Russland und Belarus am 24.02.2022 bis auf weiteres ausgesetzt. Es werden für diese Länder keine Anträge auf Übernahme von Exportkreditgarantien und Investitionsgarantien bearbeitet. Am 26.02.2022 ist zudem ein EU-weites Verbot von Exportkredit- und Investitionsgarantien für Russland in Kraft getreten. Bereits bestehende Exportkredit- und Investitionsgarantien sichern Exporteure, finanzierende Banken und Investoren weiterhin gegen Zahlungsausfälle und politische Risiken in Russland und Belarus ab.

Dort, wo noch Lieferungen oder Auszahlungen aus Finanzkrediten ausstehend sind, hat der Deckungsnehmer Euler Hermes vorab zu kontaktieren. Für Sammeldeckungen gilt: für bereits erfolgte Versendungen besteht weiter Deckungsschutz. Für neue Versendungen hingegen besteht ab sofort kein Deckungsschutz mehr.

Weiterführende Informationen: https://www.agaportal.de/ sowie investitionsgarantien.de

Für die Lieferung von humanitären Gütern sind zum Teil Ausnahmen vorgesehen. Es muss allerdings ein sicherer Zahlungsweg nachgewiesen werden und vor der Versendung über Euler Hermes die Zustimmung der Ministerien (BMF sowie BMWK) eingeholt werden.

Die aktuelle Situation stellt eine Änderung der Sach- und Rechtslage dar, daher können Grundsatzzusagen in der Regel nicht in endgültige Deckungen umgewandelt werden. Der Deckungsnehmer sollte daher unbedingt vor Vortragsabschluss mit seinen Auslandskunden auf Euler Hermes zugehen.

Das BMWK befindet sich im Austausch mit der KfW, um Einzelheiten eines Programms für betroffene Unternehmen zu klären. Von besonderer Bedeutung wird es sein, welche beihilferechtliche Grundlage für Unterstützungsmaßnahmen für Unternehmen durch die EU-Kommission geschaffen wird. In diesem Zusammenhang hat die EU-Kommission einen ersten Entwurf eines Beihilferahmens in Anlehnung am Temporary Framework im Zuge der Corona-Pandemie vorgelegt und ein Konsultationsverfahren mit den Mitgliedstaaten eingeleitet. In der Zwischenzeit können bereits jetzt die bestehenden ERP- und KfW-Förderkreditprogramme zur Deckung eines kurzfristigen Liquiditätsbedarfs herangezogen werden.

Darüber hinaus bietet das landeseigene Förderinstitut NRW.BANK weitere Unterstützung insbesondere für die Entwicklung nach der Krise an. Dazu gehört auch die Inanspruchnahme der auslandsrelevanten Kreditprogramme NRW.BANK.Universalkredit und NRW.BANK.Gründung und Wachstum:

Außerdem berät die NRW.BANK individuell und kostenfrei zu allen öffentlichen Förder- und Finanzierungsinstrumenten, die für eine Neuausrichtung des Auslandsgeschäfts zur Verfügung stehen (Kontaktadresse: international@nrwbank.de).

Die Bürgschaftsbank NRW unterstützt im Rahmen eines Sonderprogramms kleine und mittlere Unternehmen in NRW, die durch den Ukraine Krieg in Schwierigkeiten geraten sind. Das Programm läuft ab sofort, zunächst befristet bis zum 31.12.2022.

Die KfW führt ab 9.Mai das Sonderprogramm UBR (Ukraine, Belarus, Russland) 2022 ein. Es zielt darauf ab, geschädigte Unternehmen finanziell zu unterstützen. 

Die IHK Ostwestfalen zu Bielefeld bietet jetzt Gründungsinformationen in ukrainischer Sprache an.

 

Kurzfristige Unterstützungsaufrufe - wer kann helfen?

Der ukrainische Vize-Energieminister Yaroslav Demchenkov ist an das Bundeswirtschaftsministerium herangetreten und bittet Unternehmen, die bei der Lieferung von Energieträgern (Steinkohle, Benzin, Diesel) sowie verschiedener technischer Güter, die für die Wartung und den Weiterbetrieb der Energieversorgung in der #Ukraine erforderlich sind, um Unterstützung. Dazu zählen Werkzeuge, Baumaterialien, Kabel, Dieselgeneratoren, Funkgeräte, Kompressoren und Transformatoren. Die Güter sind für ukrainische Energieunternehmen bestimmt (Gas- und Stromnetzbetreiber und Stromproduzenten). Die ukrainische Seite würde den Transport ab der ukrainischen Grenze übernehmen.

Wenn Sie die benötigten Energieträger/technischen Güter auf Spendenbasis kurzfristig an die ukrainische Grenze liefern können, melden Sie sich bitte bei:

Dr. Yulia Rybak (Kontakt auf Englisch), Beraterin des ukrainischen Energieministers, Co-Leiterin des Sekretariats der deutsch-ukrainischen Energiepartnerschaft, E-Mail: dr.yulia.rybak@gmail.com, per WhatsApp als Sprachanruf über +380 995666107

Anne-Kathrin Winter, Co-Leiterin des Sekretariats der deutsch-ukrainischen Energiepartnerschaft, Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH, E-Mail: anne-kathrin.winter@giz.de, +380 995666107

Dr. Lars Gutheil, Geschäftsführendes Vorstandsmitglied AHK Polen, +48 22 53 10 525, E-Mail: info@ahk.pl

 

Der Ost-Ausschuss der Deutschen Wirtschaft e.V. hat eine Koordinationsstelle eingerichtet, die dabei hilft, ukrainischen Flüchtlingen in Jobs bei deutschen Unternehmen in den ukrainischen Nachbarstaaten zu vermitteln. Sollten Sie sich mit Ihrem Unternehmen hieran beteiligen wollen, wenden Sie sich bitte an: Adrian Stadnicki, Regionaldirektor Mittelosteuropa im Ost-Ausschuss, Tel.: +49 (0)30 206167 138 E-Mail: a.stadnicki@oa-ev.de

Humanitäre Hilfsangebote

Die Deutsche Bahn hat ein Logistiknetzwerk auf Straße und Schiene aufgebaut, um Hilfsgüter von Deutschland direkt in die Ukraine zu befördern. Damit werden per Lastwagen und Güterzug tausende Tonnen Lebensmittel, Trinkwasser und Sanitärartikel direkt in das Land gebracht. Spenden werden in Deutschland per LKW gesammelt, in Container verpackt und schließlich per Güterzug im europäischen Bahnnetzwerk der DB Cargo über die Grenze in die Ukraine gefahren. Möglich wird dies dank einer Kooperation der polnischen Tochter der DB Cargo mit der ukrainischen Eisenbahn sowie den DB Schenker-Teams vor Ort in Polen. Die DB hat für die Schienenbrücke in die Ukraine eine Hotline eingerichtet. Hier kann insbesondere für Firmen und Großspenden Fracht angemeldet und die Abholung koordiniert werden. Der Transport ist für Spender:innen kostenlos. Die Hotline ist werktags von 8 bis 20 Uhr besetzt.

Der Blau-Gelbes Kreuz e.V. ist ein staatlich anerkannter, gemeinnütziger Verein mit Sitz in Köln. Seit Ausbruch des Kriegs in der Ukraine werden verschiedenste Maßnahmen realisiert, um den Ukrainern und ihrem Land Hilfe zu leisten.

Bei Fragen stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung!

NRW.Global Business GmbH
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Völklinger Str. 4
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